Dieser Glossar bietet Ihnen Antworten im Bereich Übersetzungen, Dolmetschen und vielem mehr.

Wenn Sie Fragen haben, können Sie sich gern an unsere Mitarbeiter wenden.

 

A

Adaption (adaptation)

Anpassung eines Texts an einen anderen Zweck oder an eine andere Region bzw. ein anderes Land als jene, für die er verfasst wurde. Adaption an ein Land oder eine Region ist Bestandteil der Lokalisierung. Ein Beispiel für zweckbezogene Adaption ist das Anpassen der Einleitung zu einem Benutzerhandbuch zur Verwendung in einem Produktkatalog. Die Adaption einer Übersetzung wird entweder direkt vom Übersetzer, in den meisten Fällen jedoch von z.B. einem Lektor oder Werbetexter durchgeführt.

 

A-Sprache (A language)

Mutter- bzw. Bildungssprache eines Übersetzers oder Dolmetschers

 

Ausgangssprache (source language)

Sprache, in der der zu übersetzende Text verfasst ist.

 

Ausgangstext (source text)

Der zu übersetzende Text.

 

automatische Übersetzung (machine translation )

Übersetzung von Texten aus einer Humansprache in eine andere mittels Computer. Da das Ergebnis des vollautomatischen Übersetzungsprozesses immer noch relativ unvollkommen ist, ist ein Eingreifen des Menschen in den Prozess unabdingbar. Dabei gibt es grundsätzlich drei Methoden: das Präeditieren (die vorherige Anpassung eines Textes an den maschinellen Prozess), das interaktive übersetzen (das Klären von Problem und Mehrdeutigkeiten durch den Menschen während des maschinellen Prozesses) und das Posteditieren (die anschließende Bearbeitung einer maschinell erstellten Übersetzung).

 

B

beeidigte Übersetzer (certified translator)

Übersetzer/Dolmetscher, die aufgrund der Berufung auf einen allgemein geleisteten Eid Urkundenübersetzungen anfertigen und zum Dolmetschen vor

Behörden und Gerichten zugelassen sind. In Deutschland werden sie - je nach

den in den einzelnen Bundesländern geltenden Bestimmungen öffentlich bestellt

und allgemein be- oder vereidigt oder ohne öffentliche Bestellung allgemein

beeidigt bzw. ermächtigt. Voraussetzung dafür ist ein einschlägiger

Berufsabschluss und/oder eine besondere Eignungsprüfung.

 

beglaubigte Übersetzung (certified translation )

Übersetzung, dessen Korrektheit und Übereinstimmung mit dem Ausgangstext von einem Übersetzer vor einem Notar bestätigt wurde.

 

Begleitdolmetschen (escort interpreting)

Dolmetschen für Einzelpersonen und Gruppen bei Besichtigungen, Stadtführungen und Exkursionen, Betreuung von Feriengästen und Touristen, beim Besuch von Kulturveranstaltungen und Sportveranstaltungen sowie bei Begrüßung und Verabschiedung, Gesprächsdolmetschen bei unverbindlicher oder zwangloser Unterhaltung.


 

Behördendolmetschen (legal interpreting)

Dolmetschen für Einzelpersonen oder Gruppen, meist Einwanderer, Asylbewerber, Flüchtlinge, Wanderarbeiter bei Gesprächen bei Behörden oder ähnlichen Einrichtungen des Aufnahmelandes.

 

Berufsverbände (occupational union)

Verbände, in denen Übersetzer/Dolmetscher zur besseren Wahrnehmung ihrer beruflichen Belange organisiert sind. In Deutschland werden diese Aufgaben vom Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ), dem Fachverband der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher e.V. (ATICOM), den Assoziierten Dolmetschern und Übersetzern in Norddeutschland e.V. (ADÜ Nord), dem Verband der Übersetzer und Dolmetscher e.V. (VÜD) wahrgenommen.

 

B-Sprache (B language )

Weitere Sprache eines Übersetzers oder Dolmetschers neben dessen Muttersprache.

 

C

computerunterstützte Übersetzung (CAT) [computer-aided translation (CAT)]

Übersetzen mit Hilfe von Computerprogrammen, die dazu dienen, die Arbeitslast des Übersetzers zu reduzieren und einen durchgängigen Stil sicherzustellen. Bereits übersetzte Satzpaare in der Ausgangssprache sowie der Zielsprache werden dabei in einer Datenbank gespeichert.

 

C-Sprache (C language )                

Weitere Sprache eines Übersetzers oder Dolmetschers neben dessen A-Sprache und B-Sprache.

 

D

Diplomübersetzer/Diplomdolmetscher (certified translators)

Jemand, der ein Universitätsdiplom im Studiengang Übersetzen bzw. Dolmetschen erfolgreich abgeschlossen hat.

 

DIN 2345

Deutsche Norm für Übersetzungsverträge (veröffentlicht im April 1998)

 

Dolmetschen (interpreting)

Mündliches Übertragen einer Aussage aus einer Sprache in eine andere.

 

Dolmetscher (interpreter )

Überträgt Aussagen eines Sprechers mündlich aus einer Sprache in eine andere.

 

E

Eilübersetzung (express translation)

Eilübersetzungen oder auch Expressübersetzungen sind Übersetzungen, die innerhalb eines besonders engen zeitlichen Rahmens in Auftrag gegeben, angefertigt und geliefert werden müssen.


 

F

fachsprachliche Kompetenz (specialised language competence )

Beherrschung der Fachsprache und Vertrautheit mit dem jeweiligen Fachgebiet.

 

Flüsterdolmetschen (whispered interpreting)

Flüsterdolmetschen ist ähnlich dem Simultandolmetschen, wobei der  Dolmetscher aber neben dem Gesprächsteilnehmer sitzt und ohne technische Hilfsmittel im Flüsterton dolmetscht, um den allgemeinen Ablauf der Verhandlung oder Konferenz nicht zu beeinträchtigen.

 

freie Übersetzung (free translation )

Übersetzung, bei der nicht so sehr die genaue Formulierung als die allgemeine Bedeutung in den Mittelpunkt gestellt wird.

                                                

G

Gebärdendolmetschen (sign language interpretation)

Gebärdendolmetscher/innen übertragen Äußerungen aus der gesprochenen Sprache in die Gebärdensprache und umgekehrt. In der überwiegenden Zahl ihrer Einsätze sind sie direkt in der Kommunikationssituation zugegen, da die Gebärdensprache im Gegensatz zur gesprochenen Sprache visuell und nicht akustisch wahrgenommen wird.

 

gegenlesen (revising)

Ähnlich dem Revidieren, wobei der Text nach der Übersetzung durch eine zweite Person (z.B. eine zweiter Übersetzer oder eine Sachexperte) überprüft wird.

 

Gerichtsdolmetscher (court interpreter )

Dolmetschen vor Gerichten und Behörden. Der Dolmetscher muss in Abhängigkeit von den im jeweiligen Bundesland geltenden Bestimmungen allgemein be- oder vereidigt bzw. ermächtigt sein. Für das Gerichtsdolmetschen sind die gründliche Beherrschung von zwei Sprachen und die solide Kenntnis der jeweiligen Kulturen sowie ein ausreichendes forensisches Wissen erforderlich. Die Art des Dolmetschens (konsekutiv, simultan, Flüstern) richtet sich nach der Kommunikationssituation.

 

Glossar (glossary)

Unentbehrliche Hilfe für den Übersetzer. Neben der Nutzung der zahllosen ein- und mehrsprachigen Online-Glossare im Internet verwalten die meisten Übersetzer eigene fach-, kunden- und projektspezifische Glossare. Aber auch für international tätige Unternehmen kann es vorteilhaft sein, eigene Fachglossare zu verwalten.

 

H

Hintergrundtext (background text)

Text in der Ausgangs- oder Zielsprache, der Hintergrundinformationen über das Thema des zu übersetzenden Textes vermittelt.

 

Honorar (charges)

In Deutschland berechnet der Übersetzer sein Honorar üblicherweise nach der Anzahl der Zeilen der fertigen Übersetzung. Eine abweichende 

Berechnungspraxis besteht bei literarischen Übersetzungen und im EDV-Bereich.

Bei speziellen Texten mit erhöhtem Zeitaufwand (z.B. bei Werbetexten) kann

eine Abrechnung ebenfalls abweichen.

 

I

Interkulturelle Kommunikation (intercultural communication)

Da Übersetzer und Dolmetscher nicht nur zwischen zwei Sprachen, sondern zwischen zwei Kulturen vermitteln, gewinnt dieses interdisziplinäre Fach immer mehr an Bedeutung für das Übersetzen und Dolmetschen.

 

Internationalisierung (internationalisation )

Entwickeln bzw. Umgestalten eines Produkts um dessen Lokalisierung zu erleichtern bzw. zu ermöglichen. Umschließt unter anderem das Auslagern von landes- und regionsspezifischen Daten.

 

K

Konferenzdolmetscher (conference interpreter)

Dolmetscher mit spezieller Sachkenntnis, der eine simultane mündliche Übersetzung der Worte eines Redners in nur einer Sprachrichtung liefert.

 

Konsekutivdolmetschen (consecutive interpreting)

Konsekutivdolmetschen ist die älteste Dolmetschart. Die Verdolmetschung erfolgt zeitversetzt, das heißt der Dolmetscher macht sich, wenn nötig, während des Vortrags mit Hilfe seiner Notizentechnik Aufzeichnungen und produziert anschließend den zielsprachlichen Text. Die zielsprachliche Fassung sollte beim Konsekutivdolmetschen gestrafft und besonders gut strukturiert sein, um die Zuhörer zu entlasten, da diese Dolmetschart die Vortragszeit wesentlich verlängert. Die einzelnen Textpassagen können unterschiedlich lang sein, umfassen jedoch gemeinhin einen längeren, inhaltlich zusammenhängenden Abschnitt.

 

Korrekturlesen (proofreading)

Überprüfen eines Textes auf Rechtschreibfehler, korrekte Zeichensetzung, versehentliche Auslassungen, usw. und evtl. Korrigieren solcher Fehler. Vor der Drucklegung einer Übersetzung empfiehlt es sich, den Text durch den Übersetzer Korrektur lesen zu lassen, um evtl. beim Schriftsetzen entstandene Fehler zu ermitteln. 

 

L

Lektorieren (proofreading)

siehe Revidieren

 

literarischer Übersetzer (literary translator)

Übersetzer, der sich im Übersetzen von Literatur, z.B. Romanen, Biographien und Poesie spezialisiert.

 

Lokalisierung (localisation)

Anpassung eines Produkts (meist Software, aber z.B. auch Websites) an ein Land oder eine Region, d.h. an die Sprache, das kulturelle Milieu sowie die dort geltenden Normen, Gesetze und Marktanforderungen.

 

M

Maschinelle Übersetzung (machine translation)

siehe automatische Übersetzung

 

Medienübersetzen/-dolmetschen (media interpreting)

In der Regel Übersetzen und Dolmetschen für Film und Fernsehen, aber auch für   (multi-)mediale Anwendungen wie Video, DVD u.ä. Wesentliches Anwendungsgebiet beim Übersetzen ist die Untertitelung/Übertitelung, beim Dolmetschen sind es Live-Fernsehsendungen.

 

Muttersprache (mother-tongue )

Sprache, die ein Mensch als Kind erlernt und seither im primären Sprachgebrauch verwendet hat. Übersetzer übersetzen meistens nur in ihre Mutter- bzw. Bildungssprache, nicht in im späteren Leben erlernte Fremdsprachen.

 

muttersprachliche Kompetenz (native speaker competence )

Beherrschung einer Sprache in Wort und Schrift in dem Grad, in dem sie eine sprachlich geschulte Person beherrscht, die diese Sprache als Kind erworben und seither im primären Sprachgebrauch verwendet hat.

 

N         

Netzwerk (network)

Viele freiberufliche Dolmetscher haben sich in mehr oder weniger strukturierten Netzwerken zusammengeschlossen.

 

Normzeile (standard line)

Maßeinheit des Textumfangs, zum Beispiel eines Übersetzungsauftrags. Die Länge einer Normzeile kann von Land zu Land unterschiedlich sein. Im deutschsprachigen Raum beträgt sie generell 55 Anschläge. In englischsprachigen Gebieten wird Textumfang meist in Wörtern gemessen.

 

Normseite (standard page)

Maßeinheit des Textumfangs, die besonders im Verlagswesen und bei der literarischen Übersetzung verwendet wird. Die Länge einer Normseite hängt ab von der Branche und dem Land, liegt aber generell zwischen 1500 und 1800 Anschlägen.

 

Notiztechnik (note-taking technique)

Die Notiztechnik kommt beim Konsekutivdolmetschen zum Einsatz. Es handelt sich dabei um ein in hohem Maße individualisiertes Verfahren, das dazu dient, den Inhalt einer zu dolmetschenden Aussage zum Zweck der Wiedergabe in der Zielsprache schriftlich festzuhalten. Die Notiztechnik ist nicht mit der Stenographie zu verwechseln.

 

O         

Originaltext (original text)

siehe Ausgangstext

 

P

Paralleltext (parallel text)

Text in der Ausgangs- oder Zielsprache, der dem zu übersetzenden Text hinsichtlich des Fachgebiets oder der Textsorte vergleichbar ist. Hierzu zählen auch frühere Übersetzungen derselben Textsorte.

 

Postedition (post-editing)

Korrigieren/Revidieren eines maschinell übersetzten Textes. Trotz Korrektur wird die Qualität einer posteditierten Maschinenübersetzung im Vergleich zu der eines durch einen menschlichen Übersetzer erstellten Zieltextes geringer sein. Die Vorzüge hierbei liegen lediglich in der Zeitersparnis.

 

Projektmanagement (project management)

Verwaltung von Übersetzungs- und Lokalisierungsprojekten, inklusive Termin-, Qualität- und Budgetüberwachung. Zusammenwirken mehrerer Prozessbeteiligter: Übersetzer, Revisor, Lektor, Layouter, Druckerei.

 

Q

Qualitätsnorm (quality standard)

Verschiedene Übersetzungsunternehmen haben sich nach ISO 9000ff (bzw. DIN EN ISO 9001:2000) zertifizieren lassen. Für Übersetzer existiert in Deutschland eine spezielle Norm: DIN 2345 (Übersetzungsaufträge), die die Voraussetzungen für die Erstellung einer qualitativ anspruchsvollen Übersetzung festlegt.

 

Quelltext (source text)

Bezeichnet in der Sprachwissenschaft den zu übersetzenden Text; auch Originaltext oder Ausgangstext).

 

R

Relaisdolmetschen (relay interpreting)

Beim Relaisdolmetschen wird die Ausgangssprache über eine zweite Sprache in

die Zielsprache übersetzt. So wird zum Beispiel ein Text, Vortrag, eine Rede oder ähnliches in Englisch gedolmetscht, bevor ein weiterer Dolmetscher aus

dem Englischen in die Zielsprache übersetzt. Das Relaisdolmetschen findet

Anwendung, wenn für spezielle Sprachkombinationen für die Ausgangs- und

Zielsprache kein Dolmetscher zur Verfügung steht, so zum Beispiel bei seltenen

Sprachen oder auch Dialekten.

 

revidieren (revising)

Überprüfen eines Textes auf passenden Stil, korrekte Grammatik, Rechtschreibung, Zeichensetzung, inhaltliche Vollständigkeit.

 

Rückübersetzung (back translation)

Rückübersetzung ist eine weitere Methode, die gelegentlich anstelle von Korrekturlesen zur Überprüfung von Übersetzungen herangezogen wird.

Dabei wird der übersetzte Text „zurück“ in die Ausgangssprache übersetzt. Der erhaltene Text kann dann mit dem Ausgangstext verglichen werden.

 

S

Simultandolmetschen (simultaneous interpreting)

Mündliches Übertragen einer Aussage aus einer Sprache in eine andere während der Redner spricht (zeitgleich, simultan). Diese Dolmetschtechnik wird meist bei internationalen Konferenzen, Kongressen und Seminaren mit hoher Teilnehmerzahl angewandt. Die Übersetzung findet dabei im Flüsterton oder über eine Simultan-Dolmetscheranlage statt.

 

Softwarelokalisierung (software localisation)

Anpassen von Softwareprodukten an die sprachlichen und soziokulturellen Gegebenheiten eines Marktes.

 

staatlich anerkannter Übersetzer/Dolmetscher (certified translator)

In Deutschland jemand, der eine staatlich anerkannte Übersetzer- bzw. Dolmetscherprüfung an einer Schule oder IHK absolviert hat. Im englischen Sprachraum gibt es in diesem Zusammenhang nicht das Konzept staatlicher Anerkennung. Hier spricht man von akkreditierten Übersetzern.

 

staatlich geprüfter Übersetzer/Dolmetscher (certified translator)

In Deutschland jemand, der eine Übersetzer- bzw. Dolmetscherprüfung an einem staatlichen Prüfungsamt absolviert hat.

 

Spracherkennung (speech recognition)

Bei der Spracherkennung wird mit Hilfe eines Computerprogramms  gesprochener Text in geschriebenen Text umgewandelt.

 

T

Technischer Autor/Redakteur (technical writer)

Ein technischer Autor/Redakteur bereitet fachliches Wissen nach Textsorten und für spezielle Empfänger sprachlich so auf, dass eine optimal verständliche technische Dokumentation, gegebenenfalls als Grundlage für die Übersetzung in mehrere andere Sprachen, entsteht.

 

Terminologieverwaltung (terminology management)

Erfassung, Bearbeitung, Speicherung und Nutzung terminologischer Daten. Die Verwendung einer einheitlichen, mitunter speziell firmenbezogenen Terminologie ist ein entscheidendes Merkmal der Qualität einer Übersetzung. Für die Verwaltung von mehrsprachigen Fachwortbeständen stehen heute zahlreiche Terminologieverwaltungsprogramme kommerziell zur Verfügung.

 

Transkription (transcription)

Die Darstellung von Sprache mit Hilfe einer phonetisch definierten Lautschrift. Die Transkription soll dem Nicht-Muttersprachler eine richtige Aussprache des Wortes ermöglichen.

 

Translation Memory (TM) (translation memory)

Programm zur computerunterstützten Übersetzung, welches Übersetzungen zusammen mit dem Originaltext in Satzpaaren in einer Datenbank abspeichert. Bei jedem neu zu übersetzenden Segment sucht das Programm in der Datenbank nach einem ähnlichen oder identischen, bereits übersetzten Satz, der dann in die Übersetzung eingesetzt werden kann.

 

Transliteration (transliteration )

Das Umsetzen von Text aus einer Schrift in eine andere, meist anhand phonetischer Äquivalenz.

 

U

übersetzen (translating)

Schriftliches Übertragen eines Textes aus einer Sprache in eine andere.

 

Übersetzer (translator)

Überträgt Texte aus einer oder mehreren Sprachen schriftlich in eine andere Sprache, meist des Übersetzers Muttersprache.

 

Übersetzungsbüro (translation agency)

Anbieter von Übersetzungs- und Dolmetscher-Dienstleistungen. Lässt Übersetzungen z.T. durch fest angestellte Übersetzer anfertigen und bearbeiten, fungiert aber auch als Vermittler zwischen Kunden und freiberuflichen Übersetzern. Bietet evtl. auch zusätzliche Dienstleistungen an, wie z.B. Lektorat, Lokalisierung und Projektleitung.

Urkundenübersetzung (certified translation of documents)

Übersetzung von Schriftstücken, die vor allem im Rechtsverkehr von Belang sind (Gerichtsurkunden, notarielle Urkunden, privatschriftliche Urkunden). In der Regel werden Urkunden von dazu befugten Übersetzern übertragen, die die Richtigkeit und Vollständigkeit der Übersetzung mit Anbringung ihres Rundstempels bestätigen.

 

V

vereidigter Übersetzer (sworn translator)

Ein Übersetzer, der einen Eid abgelegt hat und somit beglaubigte Übersetzungen anfertigen kann.

 

Verhandlungsdolmetscher (liaison interpreter)

Kommen bei Geschäftsverhandlungen, Fachgesprächen, politischen und kulturellen Begegnungen, bei Gerichtsverhandlungen und auf Messen zum Einsatz. Als Dolmetschtechnik wird das Konsekutivdolmetschen angewandt.

 

W        

wörtliche Übersetzung (literal translation )

Übersetzung, die Formulierung, Wortwahl und Satzbau des Ausgangstexts möglichst originalgetreu wiederspiegelt. Liest sich meist unnatürlich und ist deshalb im Normalfall zu vermeiden und der freien Übersetzung den Vorzug zu geben.

 

Z

Zielleserschaft (target readership)

Der Personenkreis, für den die Übersetzung bestimmt ist, z.B. Fachleute, Kunden, die allgemeine Öffentlichkeit. Bei der Auftragserteilung an einen Übersetzer empfiehlt es sich, immer die Zielleserschaft anzugeben, da dem Übersetzer damit die genaue Stil- und Wortwahl ermöglicht wird.

 

Zielsprache (target language)

Sprache, in die ein Text zu übertragen ist.

 

Zieltext (target text)

Die Übersetzung, d.h. das Ergebnis des Übersetzens.

 

zweisprachig (bilingual)

Eine zweisprachige Person ist jemand, der zwei Sprachen beherrscht.

 

 

 

 

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